„Und Action“

Szene aus Improve-Men

BEHIND THE SCENES
SOFTWARE- UND MULTIMEDIAPROJEKT MEDIENINFORMATIK (SPMI) 2013/2014

Eine Filmszene in einem Blockbuster besteht heute aus einem Mix von Realbildern, Green- und Bluescreen Aufnahmen, Motion-Tracking-Animation und Computer generierten Sets und Hintergründen. Das Ganze wird via Compositing und Color Grading mit einem spezifischen Look versehen und präsentiert sich uns im sogenannten Popcorn-Kino.

Im Rahmen eines Software- und Multimediaprojekts, Medieninformatik (SPMI), entstand ein Trailer für den fiktiven Film „Improve-Men“. Die Studenten haben dafür eine Rahmenhandlung erdacht und diese in vielen kleinen Schritten gezeichnet, durchgespielt, verworfen, gekürzt und erweitert bis sich ein Konzept für einen Trailer herauskristallisierte.

„Und Action“, der Startschuss für die Drehphase. Neue Fragen die es zu beantworten galt: welche Einstellung, wie sieht das Timing aus, Green- oder Bluescreen, stimmt das Licht und läuft die Kamera überhaupt? Das Erdachte musste filmisch umgesetzt werden. Einiges konnte eins zu eins gedreht werden, anderes wurde geändert, manche Szenen vielen ganz weg.

Wann wirkt eine Szene real?

Im dritten Schritt wurde das Material digital bearbeitet. Wann wirkt eine Szene real? Wann muss sie überzeichnet werden und wann ist es zu viel des Guten? Bei der Arbeit am Trailer haben die Studenten gelernt, immer wieder neu hinzuschauen, 100 Mal und öfters. Viele Kleinigkeiten die verändert wurden, Szenen die neu gedreht werden mussten, Techniken die neu gelernt und eingesetzt wurden, sprich sehr sehr viel Arbeit. Was motivierte war die sichtbare Entwicklung von der Idee hin zum bewegten Bild. Aus dem Storyboardschnitt wird ein Rohschnitt. Greenscreen-Szenen werden durch die digital bearbeiten Szenen ausgetauscht. Aus einzelnen Einstellungen wird eine Geschichte, die durch Musik, Effekte und einem eigenen Look rund wird.

Kompletter Workflow

Die Studenten haben den kompletten Workflow kennen gelernt, herausgefunden wie die Techniken ineinander greifen, wann etwas gut funktioniert und wann nicht. Haben Probleme gelöst und als Team zusammen gearbeitet. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.
Mir war es ein Vergnügen die Studenten bei diesem Prozess begleiten zu dürfen.

Christoph Schönbach
Lehrbeauftragter für den Bereich Film- und Videoproduktion.

Die vollständige Webdoku zum Projekt finden sie hier.